11.01.2012
Gabriele Heinisch-Hosek: "Mit mehr Transparenz gegen Einkommensungleichheit"
Kleine Schritte in die richtige Richtung bei der Einkommensschere
"Die aktuelle Lohnsteuerstatistik zeigt uns, dass sich die Lohnschere langsam schließt. Das ist auf der einen Seite erfreulich, doch auf der anderen ist auch klar: Wir sind noch lange nicht am Ende des Weges angekommen", unterstrich heute Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in einer ersten Reaktion auf die Veröffentlichung der Lohnsteuerstatistik 2010.
"Die Richtung stimmt. Und ich bleibe dabei: Transparenz ist das wirksamste Mittel gegen Lohnunterschiede", so die Bundesministerin, die mit den Einkommensberichten, den Gehaltsangaben in Stelleninseraten und auch dem Online-Gehaltsrechner drei wichtige Maßnahmen gegen Einkommensungleichheit gesetzt hat.
Die verpflichtenden Gehaltsangaben in Stelleninseraten seien gerade deshalb so wichtig, weil sie das in Österreich übliche Schweigen über Gehälter aufweichen würden. "Die Zeit für mehr Transparenz bei den Gehältern ist überreif. Ich möchte, dass man in Österreich endlich sagt: Über Geld spricht man jetzt."
Auch der gehe in genau diese Richtung. "Schon rund 400.000 Menschen haben nachgerechnet, verglichen, überprüft: Bekomme ich das, was mir zusteht?", so Heinisch-Hosek, die einen Hauptgrund der Lohnschere in der noch immer traditionell orientierten Berufswahl von Frauen sieht. "Der Online-Rechner und auch die Inserate geben Frauen eine Orientierung: Was könnte ich in einer anderen Branche verdienen?" Damit würden beide Maßnahmen Frauen auch in ihrer Berufswahl unterstützen und über Einkommensmöglichkeiten aufklären, so die Bundesministerin abschließend.
Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-202149
Mobil: 0664 610 62 76
julia.valsky@bka.gv.at